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Geweihtes Wasser aus der Leitung - viele Menschen fragen sich, woher das Wasser kommt, mit dem sie in der Kirche getauft werden
Nicht nur Kinder und
Konfirmanden fragen danach, wenn es um die Taufe geht; auch Erwachsene wollen es ab und an wissen: Woher kommt das Wasser für die Taufe?
Die Antwort ist einfach. Aus der Leitung kommt es; es ist normales
Leitungswasser, das wir zum Trinken, Waschen und für andere Zwecke nutzen. Und dennoch ist das Taufwasser nicht nur "schlichtes Wasser", sondern es ist so, wie es Martin Luther im 4. Hauptstück des Kleinen
Katechismus zum Sakrament der Heiligen Taufe sagt: "Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden. - Ohne Gottes Wort ist das Wasser
schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist es eine Taufe, das ist ein gnadenreiches Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist." Das Neue Testament berichtet, dass Johannes
der Täufer im Fluss Jordan taufte. Auch Jesus wurde von ihm mit Jordanwasser getauft, also mit fließendem, lebendigen Wasser.
Um die Besonderheit der Taufe zu unterstreichen und vielleicht auch die Erwartungen,
die sie damit verbinden, bringen manche Eltern selbst das Taufwasser mit - zum Beispiel Nordseewasser oder Wasser aus einer Quelle bei Bordelum, die als "Heilquelle" überliefert ist, da sogar eine Flasche mit
Jordanwasser von einer Reise ins Heilige Land ist schon einmal überreicht worden. Auch eigene Gefäße werden ab und an im Rahmen einer Familientradition als Tauschalen mitgebracht, wohl aus der Zeit, als vorwiegend
Haustaufen üblich waren. Mit welchem Wasser und aus welcher Taufschale auch immer getauft wird - zum nächsten Taufgottesdienst wird herzlich eingeladen. |