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Stellungnahmen zum “Violettbuch Kirchenfinanzen”
Vom Alibri-Verlag ist 2010 Carsten Frerks Buch "Violettbuch Kirchenfinanzen - Wie der Staat die Kirchen finanziert"
veröffentlicht worden.
Nun ist nicht für jeden sofort ersichtlich, dass es sich hierbei um eine Streitschrift und nicht um ein Sachbuch handelt, wenngleich sich der Alibri-Verlag selbst auf seiner Hompeage als
“Forum für Utopie und Skepsis” bezeichnet .
So ziemlich jeder Student bekommt im ersten Semester beigebracht, dass etwas nicht automatisch dadurch richtig ist, dass man es auf Papier gedruckt hat, und so verhält
es sich auch beim “Violettbuch Kirchenfinanzen”.
Leider erläutert der Autor nicht, wie die von ihm genannten Zahlen zustandegekommen sind. Doch es sind nicht so sehr die Zahlen, die nur allzu oft spekulativ sind,
sondern die fragwürdigen Schlussfolgerungen des Autors, die Anlass zu sachlicher Kritik geben.
Auch wenn es dem Autoren offensichtlich nicht passt: Kirche ist Teil dieser Gesellschaft. Sie ist in ihr tätig, für
sie und ihre Bürger. Und zumindest die Mehrheit dieser Gesellschaft will das auch so - es nützt ihr und es bringt dem Staat Vorteile, durchaus auch finanzielle. Unsere Gesellschaft lebt vom Tun der Vielen. Dies nennt
man Subsidiarität, und es ist ein Grundprinzip der Demokratie. Wer dies nicht will, muss sich fragen lassen, was für eine Demokratie er will - oder ob er überhaupt eine Demokratie wünscht.
Es gehört zu einer
Demokratie, andere Meinungen zuzulassen, auch wenn sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Das ist erlaubt und wesentlicher Teil unseres christlich-abendländischen Wertesystems.
Um Ihnen den sachbezogenen
Umgang mit einer Streitschrift zu ermöglichen - und natürlich auch für ein neutrales Bild - haben wir für Sie zwei Stellungnahmen zum “Violettbuch Kirchenfinanzen” im PDF-Format online gestellt: Kirchenfinanzierung – Fragen und Antworten (ca. 80 kB) Zahlt der Staat den Kirchen wirklich 19 Milliarden Euro jährlich? (ca. 53 kB)
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