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Uns Gaarden – Kirche im Stadtteil, so heißt unser Gemeindebrief und das ist nicht nur einfach so ein Name. Wir sind Kirche mitten in Gaarden – und für Gaarden. Als Kirche sind wir für
die Menschen da und setzen uns für “uns Gaarden”, für unseren Stadtteil, ein.
Wir sollen als Kirche keine Parteipolitik machen, aber als Christinnen und Christen gehen wir offenen Auges durch die Welt und nehmen
wahr, wo etwas im Argen liegt, in der weiten Welt und bei uns. Und wir tun unseren Mund auf, äußern uns. Nicht nur rein privat, auch als Kirche, also in Worten der Kirchengemeinde oder der Pastorinnen und Pastoren.
Natürlich sehen wir auch all das Schöne und Gute und vor allem die Menschen, die sich an so vielen Ecken engagieren.
Doch wir wissen alle, dass vieles nicht zum Besten ist. Dabei dürfen wir nicht immer nur
auf die Politik schimpfen (manchmal ist aber auch das nötig) und vor allem nicht den Kopf in den Sand stecken nach dem Motto: es wird doch sowieso alles nur schlimmer.
Es gibt manches, was sich auch verbessern
kann - und wenn wir wollen, dass sich etwas bessert in unserem Gaarden, dann müssen wir auch jeder unseren Teil tun.
So haben wir als Kirchengemeinde gemeinsam mit der katholischen Gemeinde einen offenen Brief veröffentlicht, in dem wir uns für den Erhalt des Freibades Katzheide einsetzen. Wir wissen sehr gut, für wie viele Menschen das Freibad der wichtigste Freizeitort im Sommer ist.
Unsere sozialen Angebote im Stadtteil verstehen wir nicht einfach als Pflaster auf die Wunden der Gesellschaft, sondern als Finger in der Wunde, der zeigt, wo unsere Gesellschaft krank ist. Wenn an vier Tagen in
der Woche im Schnitt 150 Menschen in den Tafelladen in der Sozialkirche kommen, ist das ein deutliches Signal, dass in unsrer Gesellschaft vieles nicht stimmt. Dieses Signal wird auch wahrgenommen. Ähnliches gilt für
den Mittagstisch an St. Markus, der übrigens fast vollständig aus Gemeindemitteln betrieben wird.
Wir beteiligen uns am Brunnenfest (dieses Jahr am 12.9.) und an verschiedenen Gaardener Initiativen.
Die Sozialkirche St. Matthäus liegt mitten im neuen Sport- und Begegnungspark. Deshalb sind wir der
Interessengemeinschaft für den Park beigetreten. Neben den Sportvereinen sind dort auch andere soziale Gruppen vertreten – und wir als Kirche. Wir wollen das Leben in diesem Park aktiv mitgestalten, uns einsetzen dass
es wirklich ein Park der Begegnung wird.
Die so verschiedenen Menschen in Gaarden leben oft nebeneinander her. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass es mehr zu einem Miteinander wird. Deshalb fördern wir
Begegnung, zum Beispiel: · in der Sozialkirche und beim Mittagstisch · beim russisch-deutschen Nachmittag, · bei den schon langjährigen Kontakten zur Grünen (Selimiye) Moschee und den Gesprächen mit anderen
Moscheen · und natürlich auch in unseren “ganz normalen” Gemeindeveranstaltungen.
Ihr Matthias Ristau
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