Kirche in Gaarden
Passionszeit

“Was sind das bloß für Zeiten, in denen wir leben?”

“Was sind das bloß für Zeiten, in denen wir leben?” Das höre ich in letzter Zeit immer wieder. Viele haben das Gefühl, dass es unruhige Zeiten sind und dass wir in Gaarden besonders viel davon abbekommen. In letzter Zeit gab es wieder einige negative Nachrichten und dazu Artikel, die die Zukunft unsres Stadtteils trübe malen.

Ja, es stimmt, es gibt vieles, das nicht gerade zum Guten steht, das müssen wir auch als Kirche sagen.

Ich will jetzt aber nicht das alles aufzählen, sondern eine Frage stellen:
Was haben wir als Kirche dazu zu sagen, vom christlichen Glauben aus?

In diesen Monaten begehen wir die Passionszeit, die sieben Wochen von Aschermittwoch bis Ostern, in denen wir an die Passion Jesu erinnern, an sein Leiden und Sterben am Kreuz. Danach kommt Ostern, das Fest der Auferstehung. Sieben lange Wochen Passionszeit stehen dafür, dass die Christen das Leiden ernst nehmen. Nicht nur das Leiden Jesu, sondern jedes Leiden in der Welt.

Im Glauben verschließen wir unsere Augen nicht vor dem Leiden. In Jesus Christus ist Gott den Weg des Leidens gegangen. Das heißt für uns, dass er selbst das Leiden kennt und mitleidet, wo auch immer ein Mensch leidet. Das kann Trost sein und Mut geben, vor allem, weil die Geschichte Jesu weitergeht: die Frauen kommen zum Grab, sein Leib ist nicht mehr da. Ein Engel sagt: ”Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden.” Gott hat den Tod besiegt. Und die Frauen bekommen gleich den Auftrag, es weiterzusagen.

Diesen Auftrag haben wir als Christen noch heute: das Leiden sehen, dazu nicht schweigen, aber auch von der Hoffnung sprechen. So weisen wir hin, auf die Probleme unserer Welt und hier in Gaarden, aber wir reden gerade darin von Hoffnung.


Ihr Pastor Matthias Ristau
 

Jesus Christus spricht: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."
(Jahreslosung 2012; 2. Korinther 12, 9)