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OVP - Ohne viel Palaver
Und wieder ist das Jahr bald rum! Kaum zu glauben, aber das Jahr 2010 neigt sich rasant seinem Ende entgegen. Gerade habe ich mich an die 10 gewöhnt, da wird
es schon bald die 11 sein. Ein ganzes Jahr voller Eindrücke liegt hinter mir. Meine ”Seele“ ist noch gar nicht recht mitgekommen, ist irgendwo stehengeblieben, verlorengegangen zwischendurch. Ich muss auf sie warten und
wiederfinden.
Gut, dass es jetzt wieder schnell dunkel wird abends, und sich etwas Ruhe und Bedächtigkeit ausbreitet. Ich bin zwar traurig, dass die warme Jahreszeit vorbei ist, aber ich denke auch schon an die
ruhigen und gemütlichen Stunden bei Kerzenschein und Tee, die nun kommen werden. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Natur kommt zur Ruhe und auch wir werden ruhiger und nachdenklicher, wenn das Jahr sich neigt. Und
das tut uns ja auch gut genauso wie der Natur.
Wieder ein Jahr älter, und was hat es gebracht? Das Jahresende macht auch bisweilen schwermütig. Wie wird es weitergehen? Mit der Gesundheit, mit der Familie, dem
Beruf? Wird es nicht alles sogar schlimmer? Gut dass unser Kirchenjahr schon begonnen hat, bevor solch dunkle Gedanken uns überkommen. Denn mit der Adventszeit beginnt es: Anfangs brennt zwar nur eine einzige Kerze am
1. Advent, aber sie weist uns deutlich den Weg, wo es langgeht. Von Woche zu Woche wird es dann heller. Und am dunkelsten Tag des Jahres, am 24. Dezember feiern wir die Geburt von Jesus, den Heiligabend.
Auf
unserer Studienfahrt nach Usedom bekamen wir von der Kutscherin eine neue Erklärung des Autoschildes OVP - Ostvorpommern angeboten. Es hieße nicht “Ort vor Polen”, sondern “Ohne viel Palaver”- ”Ja so seien die Menschen
hier auf Usedom: hier würde das Wort und der Handschlag noch was gelten.” Und das trifft auf Gott allemal zu: ”Schau her, ich komme vom Himmel zu euch auf die Erde, um euch zu helfen: das ist mein Sohn Jesus. Glaub‘ ihm
und vertrau‘ mir! Leg deine Sorgen auf mich – auch im Jahr 2011”.
Viele Grüße Ihr Pastor Uwe Hagge
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