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Geld allein macht auch nicht glücklich
Kennen Sie diese Typen aus der Werbung, mein Haus, mein Auto, mein Boot?
Also, mich erinnern diese Typen an eine frühkindliche Phase.
Wenn wir als Jungs so nebeneinander auf dem Klo standen und vergleichende Blicke nach rechts und links huschten. Potzenzprotzerei.
Schlimm ist, dass dieses Denken heutzutage in der Gesellschaft zum guten Ton zu
gehören scheint, bis hinauf in die Chefetagen der Banken und Großindustrie und der Parteien.
Die Bibel berichtet, als der Teufel Jesus verführen wollte und ihm Reichtum, Macht und Ansehen versprach, sagte Jesus
zwei Sätze, die zu Klassikern geworden sind: “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein” und “Weiche von mir, Satan!”. Übersetzt heißt das ja wohl: Geld allein macht auch nicht glücklich. Wer das glaubt, der ist dem Teufel
auf den Leim gegangen. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich auf diesem teuflischen Fliegenfänger inzwischen eine ganze Menge Leute tummeln.
Oder wie soll ich es deuten, wenn uns von den
Reichen und Einflussreichen dieser Republik inzwischen ein Wörtchen als Allheilmittel für alle unsere wirtschaftlichen Probleme angeboten wird, das sich Shareholder Value nennt? Noch nicht gehört? Das heißt übersetzt:
Aktionärsnutzen. Drastisch gesagt: Füttert die Gier der Reichen, dann fallen auch für die anderen ein paar Krummen ab.
Und ich habe das Gefühl, dass diese Art zu denken inzwischen auch die Seelen von uns kleinen
Leuten zu vergiften beginnt. Da ist die Umverteilungsdebatte ja zur Zeit alltäglich. Renten, Gesundheit, Arbeitslosenunterstützung, Sozialhilfe, Pflegeversicherung, Steuerreform. Überall geht es um die Frage: Wie
solidarisch kann eine Gesellschaft sein? Und damit jeder von uns.
Von Jesus stammt die steile These: Du kannst nicht Gott dienen und dem Mammon.
So ist das wohl. Jeder ist vor diese Entscheidung gestellt:
Was ist dir das wichtigste im Leben? Die Menschen, die Liebe, dein anständiger Mensch zu bleiben, Freunde oder...
Ihr Pastor Ferdinand Ohms |