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In Gaarden geschieht etwas
Allerdings muss auch einiges geschehen, so muss man gleich hinzufügen. Die Sozialstatistik für Kiel spricht Bände, und das haben auch Politiker verstanden.
Immer noch ein Desaster ist der Zugang zu unserem Stadtteil von der Hörnbrücke aus. Wenn ein norwegischer Tourist sich tatsächlich gen Osten Richtung Gaarden verirren sollte, merkt er doch spätestens nach 100
Schritten, dass man hier nicht weitergehen sollte. Senioren, aber auch Jugendliche unserer Gemeinde meiden denn auch das Brückentorso unterhalb der Schwimmhalle, weil zwei von ihnen hier schon überfallen wurden.
Auf dem Vinetaplatz mit seinem attraktiven Markt ist schon Veränderung eingetreten mit vielerlei Maßnahmen und Aktionen, und ich denke deutlich zum Besseren. Straßencafes laden zum Verweilen ein und die Sitzreihe um den
Brunnen ist nun einem Cafébetrieb übergeben worden. Man wagt es wieder, auf den wenigen Bänken zu sitzen, die vorher immer schon besetzt waren von Menschen, die einem nicht geheuer vorkamen.
Aus Belgien habe ich
folgende Lösung gehört: Die Bänke in einem wunschschönen Park mitten in Brüssel waren immer besetzt von denselben Menschen, und die älteren Einheimischen und Touristen mochten sich nicht dazwischenquetschen. Die Lösung
der Stadtverwaltung war erstaunlich einfach: sie stellte mehr Bänke im Park auf.
Vielleicht ist das auch eine Lösung für unseren Vinetaplatz und die Elisabethstraße. Viele Senioren würden gerne auf dem täglichen
Spaziergang eine Sitzgelegenheit auf ihren enger werdenden Kreisen annehmen. So manches Gespräch über Generationen, über Schichten und Kulturen hinweg hat auf einer Sitzbank begonnen, im miteinander Verweilen.
Etwas ähnliches bahnt sich nun in der Sozialkirche in der St.-Matthäus-Kirche in der Stoschstraße an, wohin auch schon die Ausgabestelle der Kieler Tafel umgezogen ist, ein Ort zum Verweilen über die reine Versorgung
mit Essen hinaus.
Aber davon demnächst mehr.
Ihr Pastor Uwe Hagge |