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1. Osterlicht
Zur Geschichte des Osterfeuers:
Das Feuer ist eines der größten Güter der Menschheit,. insbesondere im Altertum war es Göttern und Menschen heilig. Die
Vestalinnen hüteten (in jungfräulicher Reinheit) das heilige Feuer. Das Feuer erwärmte den Lebensraum des Menschen und erhellte ihn; es machte Leben und Kultur erst möglich.
So war das Feuer stets Symbol der
Sonne die alles erwärmt und erhellt und Leben gibt. Wenn die Sonne nach dem langen Winter wieder höher stieg, Frost und Schnee vertrieb und die Erde auftaute, entzündete man die Frühlingsfeuer. Sie waren Begrüßung der
Sonne und doch mehr. Sie waren eine Art kultischer Sicherung des Lebens, des Wachstums der Fruchtbarkeit der Ernte; auch eine Sicherung gegenüber der Krankheit und allen Übeln, die im Feuer vernichtet werden sollen.
Dass endlich das Frühlingsfeuer zu Mahl, Spiel und Tanz einlud, zeigt die Bedeutsamkeit des Brauches. Die Kirche hat die Bedeutung solchen Brauchtums erkannt. Schon im Frankenreich des 8. Jahrhunderts hat das
geweihte Osterfeuer das vorchristlich-heidnische ersetzen sollen. Die alten Bräuche wurden getauft, bewahrten aber wohl noch lange (vielleicht sogar bis heute?) ihre magischen Unterschichten.
2. Osterkerze
Die Symbolik der Kerze die ihren Leib vom Feuer (Licht) verzehren lässt, legt ihre Verwendung im Osterbrauchtum nahe. So finden wir eine Osterkerze schon 384 in Piacenza. Im 7. Jahrhundert wird
sie in allen Titelkirchen Roms verwandt. Das Einritzen des Kreuzes und der Buchstaben Alpha und Omega ist in gleicher Zeit für Spanien bezeugt und ist von dieser Zeit an wahrscheinlich auch Brauch in Rom. In Jerusalem
war es uralter Brauch, das Licht der Osterkerze an alle Mitfeiernden weiterzugeben; ein Brauch, der (nach einer Blüte im Frühmittelalter) heute wieder überall ausgeübt wird.
Die Osterkerze wird in der
Osternachtliturgie am geweihten Feuer entzündet und in den dunklen Kirchenraum getragen. Die Osterkerze bleibt - festlich geschmückt - der liturgische Mittelpunkt der Osternacht.
3. Das Osterwasser
Das Wasser als Quelle Bach Strom Meer ist eines der Ursymbole der Schöpfung. Es hat belebende Kraft ist das Wasser des Lebens; es reinigt heilt; aber es zerstört auch ist Wasser des Todes für Landschaften
Menschen und Tiere. So spielt das Wasser eine besondere Rolle im Brauchtum gerade in der Osterzeit. "Vom Eise befreit", aus der Starre erlöst, kann das Wasser nun wieder seine Kraft (und Symbolkraft) entfalten.
Das Alte und das Neue Testament greifen die Wassersymbolik häufig auf. Sie kulminiert im Taufgeschehen. Da die Symbolik des Wassers auf Ostern und Pfingsten verweist, wurde schon seit dem 2. Jahrhundert das
Taufwasser nur zweimal im Jahr geweiht, nämlich in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten. Es war den Gläubigen gestattet, vom Taufwässer mit nach Hause zu nehmen. Es diente zur Segnung von Haus und Hof. Man goss es
an die Obstbäume und auf die Äcker und Wiesen. Später wurden die Weihe des Osterwassers und die Weihe des Taufwassers geschieden da das Taufwasser ausschließlich der Taufe vorbehalten blieb. Bis heute nehmen vielfach
die Gläubigen das Osterwasser nach der Osterfeier mit heim.
4. Osterlauf
In manchen Gegenden wird er zur Erinnerung an den Lauf der Jünger Jesu zum Grab veranstaltet.
5. Speisenweihe
Nach dem Gottesdienst als Symbol für neues Leben.
6. Osterhase
In der byzantinischen Tirersymbolik ist der Hase ein Symbol für Christus. Da er keine Augenlider hat
schläft er mit "offenen Augen". Ähnlich ist Jesus durch den Tod nicht für immer festgehalten worden. Das Bild des Hasen wurde dem Osterbrot aufgeprägt, in das ein Ei eingebacken war. So entstand die
Vorstellung vom Hasen, der Eier legt.
7. Osterlamm
In Bezug zum jüdischen Passa-Lamm wurde das Lamm zu einem Sinnbild für Ostern. Mit einer Fahne dem Zeichen des Sieges dargestellt; Gebäck in
Lammform gehört zum Osterbrauchtum.
8. Osterlachen
Die Osterpredigt hatte früher auch das Ziel die Hörer nach der Zeit des Leidens und des Gedächtnisses des Leidens zum lachen zu bringen
("risus paschalis").
9. "Aktion Ostergruß"
Überbringen der Botschaft und Freude des Osterfestes an andere Menschen. Österlich gestaltete Kärtchen und/oder Kerzchen (mit
Blumen) werden den Menschen beim Kirchenausgang oder auch auf der Straße und in den Wohnhäusern der Pfarrei überreicht.
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