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Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das Kirchenjahr. Es ist stets der viertletzte Sonntag vor dem 25. Dezember, den die Kirche schon im vierten Jahrhundert als Datum der Geburt Jesu Christi
festgesetzt hat.
Der Adventskranz mit vier Kerzen als Symbole der vier Adventssonntage dagegen ist verhältnismäßig jung. Er hat seinen Ursprung in Hamburg: “Der erste hing im Dezember 1839 im Betsaal des Rauhen
Hauses”, sagt Uwe Mann van Velzen, der Sprecher der evangelischen Stiftung “Das Rauhe Haus”. Der Theologe Johann Hinrich Wichern, damals 25 Jahre alt, hatte bereits 1833 Politiker und Kaufleute der Hansestadt überzeugen
können, die gemeinnützige Einrichtung für verwahrloste und verwaiste Kinder aus den Elendsvierteln zu gründen.
“Mit dem Adventskranz wollte Wichern die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest als Weg aus der
Dunkelheit ins Licht veranschaulichen”, erklärt Mann van Velzen die Hintergründe.
Dies adventlichen “Urkränze” unterscheiden sich bis heute von den sonst gebräuchlichen. “Sie tragen 24 Kerzen. Jeden Tag bis zum
Heiligen Abend wird eine entzündet”, so Mann van Velzen.
Die großen Kränze erwiesen sich für den täglichen Gebrauch im privaten Bereich jedoch als zu unhandlich. Besser setzte sich die Idee durch, mit vier Kerzen
die Adventssonntage zu symbolisieren.
Der Gestaltung von Adventskränzen sind heute kaum Grenzen gesetzt. Überwogen früher einfache Reifen aus Holz oder Reisig, so bietet der Handel jetzt teils kunstvolle Gebinde
zu Preisen von mehreren 100 Mark an. Individualisten gestalten sich ihren vorweihnachtlichen Schmuck selbst. Für Traditionalisten allerdings gibt es nur eine denkbare Ausführung: Vier Kerzen.
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