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Fahrt nach Masuren
Im September 2004 hat unsere Gemeinde eine Studienfahrt nach Polen unternommen. 40 Gemeindeglieder waren mit den “Jungen Alten” über Danzig nach Masuren gefahren.
Und obwohl wir uns diesmal acht Tage Zeit genommen hatten, war es immer noch zu kurz für die Eindrücke, die auf uns einwirkten. Die wunderbar aufgebaute Stadt Danzig, Elbing, die schiefe Ebene des
Oberlandkanals, der Dom zu Frauenburg, Allenstein...
Am beeindruckendsten war aber bestimmt Nikolaiken, die Natur und die masurischen Seen. Wir waren dort zu Gast bei der Evangelischen Gemeinde, die ein Gästehaus
unterhält und damit ihr Gemeindezentrum in der Diaspora finanziert.
Vor 10 Jahren, als wir schon einmal in Nikolaiken zu Besuch waren, baute Pastor Czudek das große Alten- und Pflegeheim gleich neben der Kirche
auf, das nun mit Bedürftigen und Alten voll besetzt ist. Wir konnten mit ihnen sprechen und sahen ihren Pullovern die Armut an, die dort noch herrscht. Teilweise müssen die Menschen mit 100 Euro im Monat und weniger
auskommn, obwohl Milch und Fleisch genauso teuer sind wie bei uns. Auch der polnische Staat hat kein Geld und zieht sich aus der sozialen Versorgung immer weiter heraus.
Spontan haben wir uns bei unserem
Nachtreffen zur Fahrt entschlossen, dem Pflegeheim “AKA” mit Kleidung und mit Geld zu helfen. So gingen zu Weihnachten 2004 mehrere Pakete und eine Geldspende von über 500 Euro nach Polen.
Als Andenken an unseren
Besuch wurde mir von Pastor Czudek ein Kreuz überreicht, aber nur unter zwei Bedingungen, nämlich dass es einen guten Platz bei uns in der Gemeinde erhält (den hat es im Gemeindesaal über der Tür bekommen) und dass es
noch mehr in unseren Herzen fröhlich Platz nimmt: “Denn was du einem meiner geringsten Brüder gibst”, sagt Jesus, “das hast du mir gegeben.”
Ihr Pastor Hagge |